4960 Miles



Dieser Blog begann mit unserem Umzug von Berlin in den Grossraum Vancouver (BC, Kanada). Inzwischen haben wir auch die kanadische Staatsbuergerschaft und durch den Beruf von Andreas nun die Moeglichkeit, einige Jahre in den USA zu leben. Der Umzug nach Colorado war im Juli 2016. Der Blogtitel passt somit nun nicht mehr ganz, aber da er unter diesem Namen bekannt ist, werde ich ihn auch so belassen. Vorrangig gedacht für Familie und Freunde, sind aber auch alle anderen Leser herzlich willkommen. Wir lieben es zu Reisen, wie man an der Liste unserer Ziele im Blog auch einfach sehen kann. Ueber Kommentare zu den Beitraegen oder Eintraege ins Gaestebuch freuen wir uns sehr.

We started this blog in 2011 while moving from Berlin, Germany to Greater Vancouver, Canada. The blog name was the distance between both cities, which now isn't the same anymore. In 2016 we became Canadian citizens in addition to our German citizenship. Around the same time Andreas was offered a move to the States (transfer within the same company he already was with in Canada) and so we moved to Greater Denver, Colorado, where we now live pretty rural in the Foothills of the Rockies. We love to travel as one can see in our blog posts.



10/23/2015

Capitol Reef National Park, Utah

Am Samstag, 10.10., war unser Ziel der Capitol Reef National Park. Wir hatten zwar vorher Bilder gesehen, aber dass er sich dann als so fantastisch herausstellt, haetten wir auch nicht gedacht. Schoen war besonders, dass er nicht ueberlaufen war. Es gab keine Busse, keinen chinesischen Massentourismus, herrlich. Das zeugt davon, dass der Park eher weniger bekannt ist und in der "Wertigkeit" wohl nicht so hoch steht wie ein Arches oder Zion zB.

Auf dem Weg vom Hotel zum Capitol Reef

Die historische Nielsen Grist Mill, 1893 erbaut


immer wieder faszinierend, wie flach und eben es oben ist






und angekommen


Ein paar Infos zum Park





Twin Rocks



The Castle 



erster Stop war natuerlich am Visitor Center, um sich Umgebungskarten anzuschauen, Tips vom Ranger zu bekommen, Postkarten und Magnete zu kaufen :-).

Wir hatten Glueck und draussen wurde gerade von einer Rangerin was zum Capitol Reef erzaehlt, also hoerten wir dem zu


anschliessend ging es dann in das Haus. In fast jeder Vositor Info stehen auch immer Ausstellungsstuecke, die man sich anschauen kann und lernen


Dominik wollte diesmal am Junior Ranger Programm teilnehmen. Also haben wir uns das Heft geholt, in welchem verschiedene Aufgaben erfuellt werden muessen, waehrend man sich den Park anschaut. Bisher wollte er nie oder es war nicht genuegend Zeit. Man muss ja dann innerhalb der Oeffnungszeiten des Centers nochmal hin und das ist fuer uns oft schwer. Aber diesmal war die Chance gut und von daher ... :-)

Wir hielten zuerst an der Historic Fruita School. 





Diese Schule wurde 1896 erbaut und war neben Schule auch Kirche und Versammlungsraum, sowie eine Art community center. Die Schule wurde uebrigens bis 1941 benutzt. Ab dann wurden die Kinder mit Bussen in umliegende Schulen gefahren.



der naechste Stop war an den Petroglyphs, den Wandmalereien (oder besser in Stein geritzt)






Eine Info-Tafel gibt Auskunft ueber die historischen Obstgaerten und mit welchen unterschiedlichen Werkzeugen die Indianer und dann die Siedler gearbeitet haben


an einem der Autos auf dem Parkplatz


Capitol Reef besitzt rund 3100 Obstbaeume und ist somit das groesste historische Gartensystem aller Nationalparks


Dann machten wir uns auf zur Hickman Bridge, einem grossen Steinbogen. Hin und zurueck sind es rund 3,5km.




Junior erledigt ein paar der Aufgaben in seinem Heft zum Capitol Dome (der Berg im Hintergrund)









es war unglaublich, was wir fuer einen blauen Himmel hatten, nicht eine Wolke







und wir sehen den Arch schon von weitem






die Hickman Bridge hat eine Laenge von 133ft, knapp 41m













Was wir ganz toll fanden in dem Park, war die absolute Ruhe! Man hat nur selten andere Menschen getroffen und es war paradiesisch.




nachdem Dominik alle Aufgaben im Heft erledigt hatte, fuhren wir wieder zum Visitor Center und er bekam das Junior Ranger Badge und musste einen Schwur ablegen, die Nationalparks immer zu ehren und zu schuetzen :-)



vor dem Center war noch ein Teleskop aufgebaut und mann konnte auf die Sonne schauen, wo man dann am Rand viele kleine Explosionen sah ... sehr faszinierend!



wir fuhren dann den Scenic Drive durch den Park und machten immer wieder Halt, um die atemberaubenden Ausblicke zu geniessen



hier geht es zum Grand Wash, was wir als letzte Fahrt am Abend machen werden

















und wir waren dann am Capital Gorge angekommen. Das war eine echte Strasse von 1884 bis 1962, heute kann man nur noch ein paar Meilen hineinfahren und soll es gerade bei Regen auch eher meiden. Man sieht hier die massiven Spuren, die Erosionen an den Felsen hinterlassen haben








wir haben uns dann auf den rund 3,2km Hin und Rueckweg zu den Tanks gemacht


unterwegs wieder historische petroglyphs


an dieser Felswand befinden sich das Pioneer Register, wo sich einige Herren 1911 verewigt haben









Spuren des letzten Regens 




hier gehts nun hoch zu den Tanks, einigen Wasserbecken. Was hier zum erstaunen fuehrte war, dass wir ein Paar aus Salt Lake City wiedertrafen *lach*. Also besser gesagt Deutsche, die Dominik und ich bei der Fuehrung im Beehive Haus kennenlernten. Und dann trifft man sich zufaelligerweise hunderte Kilometer weiter und wandert zur gleichen Zeit in einem der Canyons, unglaublich ... :-) Wir haben alle sehr gelacht.














Das war einer meiner liebsten Hikes in diesem Urlaub :-). 

Der Golden Throne







17.30 und immer noch sehr warm




Die naechste Station war dann der Grand Wash. Auch hier wird wieder drauf hingewiesen, dass man unter seinem Auto a) Bodenfreiheit haben sollte und b) nicht wirklich bei Unwetter hineinfahren soll. Hier gibt es die Wahrscheinlichkeit von Flash Floods, und da gibt es kein wirkliches entkommen.




Gleich hinter der Einfahrt finden sich Eingaenge zu einer Uran-Mine, die 1901 eroeffnet wurde





von der Strasse aus war auch der Cassidy Arch zu sehen, zu dem man wandern kann



Dieser wurde nach Butch Cassidy benannt, da er sich hier oefter versteckt haben soll :-)

wir hielten auch am Echo Cliff und probierten es natuerlich aus. Es machte seinem Namen alle Ehre und die beiden Maenner hatten eine Menge Spass :-)


wir wanderten dann noch ca  1,5km entlang des Grand Wash Trails, aber aufgrund der Zeit sind wir dann langsam umgedreht








 

gleich mal Anregungen fuer meinen spaeteren Steingarten geholt :-)






Fuer Andrea B.: photobombing kid









und wir sind auf dem Rueckweg zum Parkeingang :-(


kurzer Fotostop am Gifford Haus, da wir tasueber als es noch geoeffnet war, keine Zeit hatten



mule deers, die sich gar nicht stoeren lassen :-)



Es war ein fantastischer Tag, wenn auch mit 9h wir nicht mal die Oberflaeche angekratzt haben. Der Park ist super zum wandern, es gibt soooooooviele trails hier, dass man Wochen zubringen kann. Arches und Capitol Reef stehen somit auf unserer Wiederholungsliste, dann aber mit viel mehr Tagen vor Ort. 

Fuer uns ging es dann noch weiter nach Kanab, um uns naeher zu unserem naechsten Tagesziel zu bringen

Quelle: maps.google

4 comments:

  1. Bei 165 Fotos nur eine Fotobombe, das ist ja gar nicht viel : )

    Hat aber gelacht!

    Ansonsten ein wirklich schöner blauer Himmel!!!!! Geht gut mit dem rot.

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    1. richtiger waere: knapp 20 Fotobomben auf fast 2000 Fotos *g*. Ich fotografiere dank Digital ja alles mehrmals und sortiere hinterher wieder viel aus. Entweder stimmt das Licht nicht, der Ausschnitt ist doof oder doch irgendwas verwackelt/unscharf. Ich hab mich so oft geaergert, wenn ich Sachen nur 1x fotografiert hab und das dann nix geworden ist. Die mit der Zunge zeig ich nicht, muss ja den Eindruck erhalten, dass mein Kind wohlerzogen ist ... :-) Gibt auch genug mit genervtem Blick und sonstigen Gesichtsverzerrungen.

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  2. Der Kontrast zwischen rotem Gestein und Himmel ist einfach umwerfend. Für mich waren der Arches NP und der Capitol Reef NP auch die schönsten Parks. Wie Du schon richtig sagst, das ist was für "Wiederholungstäter".

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    1. so langsam hoffe ich ja auf einen Umzug. In Utah ist an vielen Orten kostenloses campen erlaubt, bis 50m weg von der Strasse :-). Arches und Capitol Reef haben beide ja soviele hiking trails und mit Fahrrrad auch teilweise nutzbar. ich traeum schon mal ... :-). Und Ihr kommt uns dann besuchen *lach*.

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