4960 Miles



Dieser Blog begann mit unserem Umzug von Berlin in den Grossraum Vancouver (BC, Kanada). Inzwischen haben wir auch die kanadische Staatsbuergerschaft und durch den Beruf von Andreas nun die Moeglichkeit, einige Jahre in den USA zu leben. Der Umzug nach Colorado war im Juli 2016. Der Blogtitel passt somit nun nicht mehr ganz, aber da er unter diesem Namen bekannt ist, werde ich ihn auch so belassen. Vorrangig gedacht für Familie und Freunde, sind aber auch alle anderen Leser herzlich willkommen. Wir lieben es zu Reisen, wie man an der Liste unserer Ziele im Blog auch einfach sehen kann. Ueber Kommentare zu den Beitraegen oder Eintraege ins Gaestebuch freuen wir uns sehr.

We started this blog in 2011 while moving from Berlin, Germany to Greater Vancouver, Canada. The blog name was the distance between both cities, which now isn't the same anymore. In 2016 we became Canadian citizens in addition to our German citizenship. Around the same time Andreas was offered a move to the States (transfer within the same company he already was with in Canada) and so we moved to Greater Denver, Colorado, where we now live pretty rural in the Foothills of the Rockies. We love to travel as one can see in our blog posts.

5/28/2015

Wir werden Dich vermissen

Zwischen all den sonst immer postiven Postings, heute mal etwas anderes aus unserem Leben.

Am Mittwoch bekamen wir die schlimme Nachricht, dass ein langjaehriger Freund sein Leben beendet hat. Die erste Reaktion war Verdraengung, sowas kann nicht sein, das ist ein schlechter Scherz :-(. Wir sind voellig geschockt, damit haetten wir nie gerechnet. Zurueck bleiben Frau und Kind. Das letzte Mal sahen wir Marcel im November, als wir in Deutschland waren. Sein Leben lief gut aus unserer Sicht, so bleibt die Frage nach dem Warum offen :-(.

Ich habe Marcel kennengelernt, als ich 1998 in meine zweite Wohnung gezogen bin. Er war mein Nachbar und als es mal nachts zu laut wurde, haben wir eben zusammen Party gemacht und darueber entstand unsere Freundschaft. Wir waren viel feiern, aber haben auch ernste Dinge zusammen erlebt. Spaeter kamen dann Dani als seine Frau und Andreas als mein Mann dazu. Wir hatten viel Spass zusammen, wenn auch wir nicht immer einer Meinung waren. Bewundert haben wir allerdings immer, wie er aus dem groessten Rueckschlag immer wieder wie Phoenix aus der Asche kam und nie aufgegeben hat. Marcel war ein halbes Jahr juenger als ich: also viel zu jung, um von uns zu gehen. Erst vor kurzem hat er noch Fotos geschickt, war stolz auf was er geleistet hat, hatte Plaene. Letzte Woche noch Fach-Emails mit Andreas bezgl. eines Kunden.

Marcel, wir hoffen, Du hast Deinen Frieden gefunden, wo auch immer Du jetzt bist. Deine froehliche, zuversichtliche Art das Leben und seine Stolpersteine zu meistern, wird uns fehlen. Wir wuenschen Dani und Finni ganz viel Kraft fuer die kommende Zeit. Wir sind in Gedanken bei Euch, auch wenn es fuer uns wohl erstmal unwirklich bleiben wird. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass Du nicht mehr da bist und Deine Geschichten zum besten gibst.
R.I.P.

5/26/2015

Fintry Provincial Park & Myra Canyon

Am Donnerstag gleich nach Schulschluss starteten wir in ein verlaengertes Camping-Wochenende, Dominik hatten wir fuer Freitag in der Schule freigestellt. Bei der Abfahrt hatten wir tolles Wetter und das Ziel war diesmal der Fintry Provincial Park, welcher sich auf der linken Seite des Okanagan Lakes befindet; naechstgroessere Orte sind Kelowna und Vernon.


Von uns aus braucht man mit Trailer rund 5 Stunden, nur mit Auto knapp 4h. Wir haben den schnellsten Weg ueber Hope und Merritt gewaehlt.

 Quelle: google maps

Somit kamen wir erst in der Daemmerung an. Wenn man die Westside Road zum Park entlangfaehrt, kommt man an einigen Stellen vorbei, die ich nicht so toll fand. Die Strasse ist an einigen Abschnitten in schlechtem Zustand und allgemein sehr eng, und gerade auf der Hinfahrt ist man direkt an der Kante, wo man ohne Seitenbegrenzung in den See faellt. Es gab 2 Stellen, da wurde mir besonders warm, da der Trailer nur wenige cm Luft hatte bis zur Kante. Da es GsD eine nicht sehr befahrene Strasse ist, sind wir wenn moeglich mittig gefahren. Dennoch hab ich ein paar Fotos vom Ausblick gemacht.





Unsere campsite


waehrend wir uns eingerichtet haben, ist Kind schon mit dem Fahrrad ueber den Platz gefegt


 Es war noch alles leer, da wir ja bereits am Donnerstag angekommen sind. Gebucht hatten wir auch erst ab Freitag, aber unsere site war leer und so hatten wir uns gleich auf die raufgestellt. Spaeter kam der Ranger und wir haben die Nacht dann vor Ort bezahlt. Achtung: Fintry nimmt nur Bargeld! Das wurde uns fast zum Verhaengnis :-), normalerweise haben wir naemlich keins. Aber da ich noch etwas Bargeld von einem Kinderkleidungsverkauf hatte, waren wir gerettet. Sonst haette Andreas nochmal die 35km zurueck nach Kelowna fahren muessen. Am vergangenen Wochenende in Alice Lake ging alles mit Kreditkarte. Also immer schoen vorher nochmal pruefen :-).


Wir haben uns dann noch eine ganze Weile ans Lagerfeuer gesetzt und die Ruhe genossen.

Am Samstag hatten wir schon morgens um 9.00 ueber 20 Grad und es war richtig warm.


Wir haben uns kurz den Strand angesehen, der hinter unserer campsite ist


oeffentlicher Bereich mit Strand und Boot Launch




am spaeten Vormittag sind wir dann zum Myra Canyon aufgebrochen, da wir dort eine Radtour entlang der Trestles machen wollten. Zu Ostern sind wir ja nur ein kurzes Stueck gelaufen. Vorbei ging es an Teilen des Fintry Estates am Eingang unseres campgrounds


wieder die schmale Strasse entlang nach Kelowna. Stellenweise sieht sie aus, wie von jemand besoffenem geteert :-)


eine Bergziege gab sich die Ehre am Strassenrand





Blick auf Kelowna


ich liebe solche Hinweisschilder: "Das laufen auf den Baumstaemmen kann sehr gefaehrlich sein" (gemeint sind die Staemme, die im Wasser schwimmen)


Und hoch geht es die forest road zum Canyon


schon fast in den Wolken :-)


 Unsere Tour fuehrte uns von Myra Bellevue zur Ruth Station




Der Bericht von Ostern ist hier zu finden: klick

Und los ging es ... Eine Richtung hat rund 12km, und da man ja auch wieder zurueck muss, werden daraus dann 24 :-)





















 

Ab Kilometer 6 wurde es dann auch waldiger und es hat sooo toll gerochen.










die letzte trestle



und am Ziel angekommen: Ruth Station


hier stand frueher ein Haus, welches die Arbeiter beherbergte. Leider sind nur noch die Fundamente sichtbar.



Blick runter auf Kelowna (wir waren ca 930 m hoeher als die Stadt)



auf dem Rueckweg suchten wir uns dann ein nettes Plaetzchen fuer unser mitgebrachtes Essen


Ein Stueck weiter, etwas versteckt, kann man ein paar Steinstufen runtergehen


und entdeckt dort einen alten Steinofen, der von den Arbeitern genutzt wurde, um zu kochen und zu backen



ein weiteres Fundstueck auf der Strecke ist ein Ort, der nur noch schwer zu erkennen ist. Man sieht lediglich noch die Steinplatten, auf denen frueher ein Wassertank stand




an einem anderen Stueck sieht man vor den Felsen kleine Inukshuks




ja, ich war auch dabei





und zurueck an unserem Parkplatz


Wir haben mit Essen und Ausblicken geniessen fuer Hin und Zurueck in einem gemaessigten Tempo ca 2,5h gebraucht. Es geht natuerlich auch wesentlich schneller genauso wie man sich auch mehr Zeit lassen kann :-). Wer keine Fahrraeder dabei hat, kann sich die an der Bellevue Seite, wo wir starteten, auch ausleihen. In der Hauptsaison (Mitte Mai bis 1. September-Wochenende) steht dort ein Auto mit diversen Fahrraedern. Wichtig ist, sich ausreichend Getraenke und Snacks mitzunehmen! Sonnenschutz ist auch nicht verkehrt. Wir hatten ca 20 Grad dort oben und immer ein laues Lueftchen, was das fahren recht angenehm machte. Sobald wir wieder unten waren, hatten wir hingegen schon wieder 29 Grad, da haette ich zum fahren schon keine Lust mehr gehabt *lach*.
Fuer uns ging es dann noch nach Downtown Kelowna an den Strand






die Polizei patroulliert auch dort :-)



Als Belohnung fuer die lange Fahrradfahrt goennten wir uns ein Essen bei Montanas :-) - Dominik verlangte sogar die doppelte Portion mashed potatoes - und dann ging es wieder zurueck zum campground






Strand am campground



und auch der Platz war nun etwas voller.


Dominik schnappte sich sein Fahrrad und spielte dann noch mit einem Maedchen, das er bei seiner Runde kennenlernte :-). Andreas und ich setzten uns derweil entspannt ans Lagerfeuer und liessen den Tag ausklingen.

edit 25.02.2016: noch ein schoener Artikel zum Myra Canyon, allerdings auf englisch

https://www.thevintagenews.com/2016/01/27/48932/?src=fba&type=int&page=tvn