Am letzten März-Wochenende war es dann soweit: der Umzug musste vollbracht werden. Wir hatten 2 Männer über craigslist angeheuert, die helfen sollten. Und
Ute und Harry waren so lieb und haben extra eine Truck-Tour in unsere Richtung angenommen, um uns helfen zu können. Wir dachten ja erst, ach das sei doch nicht nötig, aber wir wurden eines besseren belehrt ;-).
Samstag kamen Harry und Ute am frühen Nachmittag zu uns und wir haben erst leckeren Apfelkuchen gegessen (Costco hat gebacken *lach) und gequatscht. Dominik wurde auch nach kurzer Zeit schon mit dem Besuch warm und war dann von beiden nicht mehr wegzubekommen. Dazu muss ich auch gestehen, dass er bei uns wegen des Umzuges etwas kruz kam in letzten Zeit und es sich durch die Renovierung auch noch etwas hinzieht.
Wir sind dann gegen 17.00 aufgebrochen, den U-Haul-Truck abzuholen. Und obwohl Dominik vorher ganz heiß drauf war, mitzukommen, wollte er dann doch lieber mit Ute Fußball spielen. (viele der folgenden Fotos stammen aus Ute Kamera)
Wir haben dann den 26-ft Truck abgeholt und ich bin hinterher gefahren
Kaum hatten wir ihn in der Straße abgestellt, kam auch gleich jemand von der Stadt und wir bekamen ein Parkticket über 60 Dollar, da man damit nicht in einer Residential Area (Wohngebiet) parken darf. Einer der Nachbarn war so frei ;-). Naja, sie meinte aber gleich, dafür können wir nun die nächsten 24h unbesorgt da stehen bleiben. Nun gut, ein Posten mehr in der Umzugskosten-Tabelle.
Abends wurde dann gegrillt, gegen 22.00 ging es ins Bett und am nächsten Morgen um 8.00 gabs Frühstück. Andreas fuhr dann zum Treffpunkt mit den Umzugshelfern, allerdings tauchte nur einer auf. Okay, nicht zu ändern ...
Um 9.45 Uhr ging es dann los mit dem einpacken in den LKW
Am schlimmsten war das Sofa, da mussten alle 3 Männer anfassen
Auch Ute schleppte
Mittags gabs Kartoffelsalat und Würstchen/ Hackbällchen zur Stärkung
Und weiter gings
Insgesamt haben wir den Truck 2x vollgeladen und knapp 7 h gebraucht, da zwischendurch ja auch noch Übergabe mit dem alten Eigentümer für das Haus gemacht wurde. Dominik hat ein altes Tretauto überlassen bekommen und sich damit die Zeit im Garten vertrieben
Während die Männer die zweite Fuhre zum neuen Haus brachten, haben Ute und ich im alten Haus noch einmal durchgeputzt. Ute hat supergründlich den häßlichen, verfleckten Teppichboden im Obergeschoss gesaugt und auch das restliche Haus. Dazu habe ich dann noch die Appliances ausgewischt, Bäder geputzt etc. Wenn ich dran denke, wie versifft wir das alles bekommen haben ...
Im Haus herrschte dann irgendwann Chaos
Am Ende zählte nur noch, alles irgendwo unter zu bekommen. Suchen kann man später *lach*
Um 16.45 mussten wir das Auto zurückgeben und wir haben es grad so geschafft. Zwischendurch rief dann der Vermieter an, dass er jetzt zurück sei und wir die Übergabe vom Mietshaus machen könnten. Also fuhr Andreas mit Harald dann noch weiter zum alten Haus, während Ute, Dominik und ich die Sonne (wir hatten 23° an dem Tag) genossen. Ich hatte keinen Nerv für den Vermieter ;-/.
Andreas und Harry waren auch ruckzuck zurück und es gab nichts zu beanstanden. Allerdings hat er keinen Inspection Report geschrieben. Mittwoch kam dann eine Mail, dass er noch 4 Schäden bemerkte. Super war, dass es alles Sachen waren, die wir ihm gemeldet hatten, er die aber nie repariert hat (sind Vermieter-Pflicht bei kleineren Reparaturen). Somit fiel ihm dann ein, dass er uns gar nicht das komplette Deposit (Kaution) zurückzahlen will. Da haben wir Einspruch eingelegt, denn wenn er beim Auszug keinen Report macht und uns den ebenfalls aushändigt, verliert er alle Ansprüche. Er war anderer Meinung. Dann wollte er das Geld als Ausgleich, da wir das Haus nicht um 12.00 übergeben hätten, wie es laut Mietvertrag vorgeschrieben ist. Er selbst war zu der Zeit noch auf Vancouver Island und hat uns selbst gesagt, Übergabe erst nach 17.00, weil er vorher gar nicht hier sei. Nach einigem hin und her, hat er uns Freitag nun eine Email geschickt, dass er den Scheck wohl in die Post gegeben hätte. Ansonsten hätten wir uns hier an die Schlichtungsstelle gewandt und auch an die Stadt, da die 2. vermietete Wohnung im Basement nicht rechtskonform ist und er dafür auch keine Steuern zahlt. Und es gab noch mehr Sachen, die er nie beachtet hat (Wartungen etc).
Nun warten wir also gespannt.
Abends waren wir alle erledigt und als kleines Dankeschön haben wir unsere selbstlosen Umzugshelfer noch zu Red Robin zum Essen eingeladen.
Und ein Abschiedsfoto
Ute und Harry sind dann zurück nach Chilliwack, wo sie den Truck über Nacht abgestellt hatten, da es am nächsten Tag wieder an die Arbeit ging.