4960 Miles



Dieser Blog begann mit unserem Umzug von Berlin in den Grossraum Vancouver (BC, Kanada). Inzwischen haben wir auch die kanadische Staatsbuergerschaft und durch den Beruf von Andreas nun die Moeglichkeit, einige Jahre in den USA zu leben. Der Umzug nach Colorado war im Juli 2016. Der Blogtitel passt somit nun nicht mehr ganz, aber da er unter diesem Namen bekannt ist, werde ich ihn auch so belassen. Vorrangig gedacht für Familie und Freunde, sind aber auch alle anderen Leser herzlich willkommen. Wir lieben es zu Reisen, wie man an der Liste unserer Ziele im Blog auch einfach sehen kann. Ueber Kommentare zu den Beitraegen oder Eintraege ins Gaestebuch freuen wir uns sehr.

We started this blog in 2011 while moving from Berlin, Germany to Greater Vancouver, Canada. The blog name was the distance between both cities, which now isn't the same anymore. In 2016 we became Canadian citizens in addition to our German citizenship. Around the same time Andreas was offered a move to the States (transfer within the same company he already was with in Canada) and so we moved to Greater Denver, Colorado, where we now live pretty rural in the Foothills of the Rockies. We love to travel as one can see in our blog posts.

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3/05/2015

Arbeits- & Aufenthaltsvisum für die USA erhalten :-)

Am Dienstag, 03.03. hatte Andreas einen Termin in der US-Botschaft in Vancouver. Dort fuhr er mit einem dicken Batzen Unterlagen + Reisepass hin.



Termin war um 10.15. Zuerst wurden die Unterlagen überprüft, nach 5min warten ging es dann zum Fingerabdruck abgeben. Anschließend ging es in den 20. Stock und dort musste er dann warten auf das Interview.

Kurze Zeit später wurde Andreas dann aufgerufen vom zuständigen Officer und dann hieß es zuerst weitere 500 USD als anti-fraud Gebühr bezahlen (also, dass es kein Missbrauch ist). Für die Terminvereinbarung musste er schon einmal 190 USD zahlen :-). Dieses Geld bekommt er aber vom Arbeitgeber zurückerstattet. Der AG zahlt auch eine Gebühr, damit das Visum erteilt wird (glaub ca 2200 USD).

Anschließend war dann das Interview in dem Fragen kamen, wie der derzeitige Aufenthaltsstatus in Kanada ist (bei uns PR-Visum), was er beruflich macht, ob er in die USA umzieht oder ob es eher commute ist (also Hauptwohnsitz in Kanada bleibt) und Bildungshintergrund. Nach 5min war alles erledigt, Visum genehmigt und Andreas musste dann seinen Pass dort lassen.

Heute (Donnerstag, 05.03.) konnten wir den Pass mit dem eingeklebten Visum wieder abholen.





Somit darf Andreas nun offiziell in den USA arbeiten und wir auch hinziehen. Bisher durfte er (genau wie auch seine kanadischen Kollegen) nur beratend tätig sein oder an Schulungen teilnehmen. Sie durften den Kunden vor Ort sagen, was sie verändern müssen, aber selbst eine Zeile Quellcode schreiben, wäre strafbar gewesen. Diktieren durften sie wieder *lol*. Somit vereinfacht das Visum nun vieles, genauso wie auch den Grenzübertritt ... es werden nun keine langen Fragen mehr gestellt.

Sollten wir uns irgendwann zu einem Umzug entschließen, würden Dominik und ich ein L2-Visum bekommen (womit ich u.a. arbeiten darf), Andreas hat L1. Das ist auf maximal 7 Jahre begrenzt und danach würde der AG dann ggf die Greencard sponsorn, was bei der Unternehmensgröße aber kein Hindernis ist, sollten wir das wirklich irgendwann wollen. Aber für die Entscheidung ist ja noch eine Menge Zeit.

10/07/2014

Sao Paulo, Brasilien

Diesmal hatte Andreas unglücklichwerweise 2 Trips kurz hintereinander. Er kam aus Deutschland am Donnerstag Nachmittag wieder hier in Vancouver an und Sonntag früh um 4.00 wurde er dann wieder vom Taxi zu Hause abgeholt. Ziel war diesmal Sao Paulo in Brasilien: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Paulo. Die Distanz ist weiter als von hier nach Berlin, nämlich einfache Strecke Luftlinie sind alleine schon etwas über 11.000 Kilometer.


Der Hinflug war Vancouver - Seattle - Detroit - Sao Paulo. Er flog gegen 7.00 in Vancouver am Sonntag ab und kam Ortszeit 7.40 Montags in Sao Paulo an und von dort ging es dann gleich weiter ins Büro.

Blick auf Mount Rainier


Detroit mit dem eigenen Skytrain im Terminal für die Lauffaulen :-)


Sonnenuntergang in Detroit beim Weiterflug


Ankunft in Sao Paulo


Die erste Werbung im Flughafen Sao Paulo begrüßte ihn gleich passend (siehe Firmenlogo)


Den Rest der Woche wurde sich nur im Taxi fortbewegt. Sao Paulo ist nicht sehr als Touristenort zu empfehlen, es hat eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Empfehlung war: Fortbewegung nur im Taxi, nicht zu Fuß; außerhalb des Business Districts nie das Handy rausholen; nicht aus dem Taxi bei offenem Fenster mit einer Kamera fotografieren; das Portemonnaie mit etwas Geld bestücken, Rest an Karten/Geld woanders am Körper verstecken; kein Geld in einer Bank abholen. Frauen haben idR eine "Fake" Handtasche und alles wichtige sonst auch am Körper. So bekommt der Dieb immer etwas Geld, aber nicht alles und die Chance zu überleben ist höher.

Somit nur ein paar Fotos mit dem Handy durch die Scheiben

ruhig gelegenes Motel am Highway


die Armen-Viertel (noch nicht die Favelas)





so wohnen die reicheren (gleich neben den Armenvierteln mit Blick darauf)


Warteecke für die Autos im Hotel in der Tiefgarage. 


Blick aus dem Büro-Fenster





Andreas hatte eine stressige Woche dort. Morgens um 8.00 im Büro, dann von dort ins Kundenbüro und abends auch entweder Meetings oder Essen mit Kollegen. Einmal war er bei einem privat eingeladen zum BBQ :-). Jedenfalls gab es keinen Abend, wo er nicht vor 11.30 zurück im Hotel war. Es blieb somit keinerlei Zeit für Stadtbesichtigungen, die er sich im dunklen aber so oder so verkniffen hätte *lach*. Ich war schon sehr froh, als er mich Freitag Abend anrief, dass er wohlbehalten wieder auf dem Flughafen sei. 

Verkehr ist auch ein großes Thema, die Straßen sind super voll und es gibt viel Stau. Vom Büro zum Flughafen waren es ca 40km. Der Taxifahrer brauchte 2 3/4 Stunden und freute sich, dass es so schnell ging am Abend *lach*.

Der Rückweg dauerte dann auch wieder 22h und war als Strecke: Sao Paulo - Atlanta - Los Angeles - Vancouver

Blick auf Atlanta


Blick auf LA (wohnt man da echt freiwillig, ohne irgendwas grünes zu haben????)



und etwas, worauf er im Flugzeug gern verzichtet hat: Bacon Jam :-)


Wir haben ihn dann am Samstag Abend am Flughafen abgeholt und Dominik war sehr sehr glücklich, den Papa wieder zu haben. Wir haben zwar jeden Abend geskypt, aber ist halt doch nicht dasselbe.

9/28/2014

Heidelberg

Andreas ist hier am Samstag Nachmittag abgeflogen und durch die Zeitverschiebung gegen Sonntag Mittag in Frankfurt gelandet. Das Wetter war regnerisch und so ging es dann mit dem Mietauto von Frankfurt über die Autobahn nach Sankt Leon-Rot.



Und da wusste er auch gleich wieder, was wir hier in Kanada nicht vermissen: Drängler (obwohl man schon 175 km/h fährt) und Stau :-). Außerdem musste er sich auch erstmal wieder an ein Schaltauto gewöhnen. Im Hotel hat er dann gleich für komische Blicke an der Rezeption gesorgt, als er fragte, wo es denn einen ordentlichen Döner geben würde *lach*. Da die Dame nur meinte, sie würde sowas nicht essen, machte er sich selbst auf die Suche und fand einen Laden. Allerdings war der Döner etwas anders, als wir es aus Berlin kennen (vom Brot her), aber nach so langer Abstinenz ist man nicht sehr wählerisch.



Anschließend ging es zurück in das Hotel und er musste noch für ein Projekt in Brasilien einige Sachen schreiben.

Montag bis Mittwoch war Schulung auf dem SAP-Gelände in Sankt Leon-Rot und es blieb keine Zeit für andere Sachen, da es abends entweder auch noch Meetings gab oder er eben für Brasilien noch bereitstehen musste und Telefonkonferenzen hatte.

Imposant war wohl das Gelände und vor allem die Kantine, in der man für nur einen Euro am Tag als Angestellter soviel essen kann wie man will. Dazu eigener Kindergarten, riesengroße Packstation von DHL, so dass die Mitarbeiter Pakete einfach beim Parkhaus anliefern lassen können etc.

Nur ein paar Fotos


 bis nach hinten hin sind alles nur Parkhäuser


Blick in die andere Richtung




Es ist wie eine eigene kleine Stadt und dabei noch wesentlich kleiner als der Hauptsitz in Walldorf.

Am Mittwoch Abend war er auch wieder erst kurz nach 6 raus und ist dann noch weiter nach Heidelberg gefahren, wo sich das Hotel für die letzte Nacht befand. Dann noch schnell durch die Stadt hetzen, da Frau ja Fotos wollte und nebenbei die Bestellungen abarbeiten :-). Wir hatten ja online bei Thalia und Ernstings was bestellt mit Lieferung in die Filiale und wir hatten noch einige Wünsche von Aldi und Kaufland. Entgegen dem, was wir von Kanada (und auch Berlin) gewohnt sind, macht aber alles um 20.00 zu und so war nicht viel Zeit.











Heidelberger Schloss



etwas, was man so in USA/Kanada nie sehen wird :-).













eines der ältesten Häuser aus dem 16.Jahrhundert








Ein bißchen Wehmut kommt bei solchen Fotos dann doch auf. Wir haben zwar eine atemberaubende Natur hier, aber solche historischen Kostbarkeiten gibts hier eben nicht; genauso wie die Einkaufsstrassen, die man eben sehr häufig in Europa hat. Es ist eben nie alles Gute beisammen :-).

Auf jeden Fall hat Andreas sich den Bauch gut vollgeschlagen (war ja schließlich auf Firmen-Kosten *lach*), aber alles in allem waren es eben 3 stressige Tage. Donnerstag früh ging dann der Flieger wieder zurück und um 14.30 Ortszeit war er wieder auf Vancouver's Boden.