4960 Miles



Dieser Blog begann mit unserem Umzug von Berlin in den Grossraum Vancouver (BC, Kanada). Inzwischen haben wir auch die kanadische Staatsbuergerschaft und durch den Beruf von Andreas nun die Moeglichkeit, einige Jahre in den USA zu leben. Der Umzug nach Colorado war im Juli 2016. Der Blogtitel passt somit nun nicht mehr ganz, aber da er unter diesem Namen bekannt ist, werde ich ihn auch so belassen. Vorrangig gedacht für Familie und Freunde, sind aber auch alle anderen Leser herzlich willkommen. Wir lieben es zu Reisen, wie man an der Liste unserer Ziele im Blog auch einfach sehen kann. Ueber Kommentare zu den Beitraegen oder Eintraege ins Gaestebuch freuen wir uns sehr.

We started this blog in 2011 while moving from Berlin, Germany to Greater Vancouver, Canada. The blog name was the distance between both cities, which now isn't the same anymore. In 2016 we became Canadian citizens in addition to our German citizenship. Around the same time Andreas was offered a move to the States (transfer within the same company he already was with in Canada) and so we moved to Greater Denver, Colorado, where we now live pretty rural in the Foothills of the Rockies. We love to travel as one can see in our blog posts.

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7/12/2016

Abschied von der Schule

Am 23.06. war der letzte Schultag fuer Dominik, in doppelter Hinsicht. Es war der Abschluss der 5. Klasse sowie gleichzeitig der Abschied von der kanadischen Grundschule aufgrund unseres Umzuges.



Wir hatten fuer alle Lehrerinnen, die er in den Jahren hatte, noch was kleines eingepackt und dann hiess es also Abschied nehmen. Es wollten uns alle noch einmal persoenlich sprechen. Am Mittwoch hatten wir schon Abschied genommen von Mrs. S, da Dominiks Klasse 2 Lehrerinnen hatte, die sich die Tage geteilt haben.


da die zweite Klassenlehrerin noch ganz in Beschlag genommen war nach Schulschluss, haben wir erst mal die anderen Damen aufgesucht. Begonnen haben wir mit Mrs. H, die er in der 4.Klasse hatte und die nun auch in Rente geht. Ich mochte ihren Stil sehr *schnueff*


Die Lehrerin von Klasse 3 ist schon vor 2 Jahren in Rente gegangen, somit von Ihr keinen Abschied. 

Ganz schwer war es bei Mrs. B., die Dominik in der ersten Klasse hatte. Sie hatte die schwerste Aufgabe, da er damals ja noch gar kein Englisch sprach. Und sie sagte uns nochmals, wie beeindruckt sie von Dominik war, dass er so schnell fliessend sprach. Das hatte sie vorher auch noch nicht erlebt (hier ist es nicht ungewoehnlich, dass Kinder ohne Sprachkenntnisse ankommen). Und dann flossen bei uns allen 3 ein paar Traenchen, und auch sie meinte, wir werden immer einen besonderen Platz in ihrem Herzen haben. Dann bekam ich noch Ihre Emailadresse, da wir uns melden sollen, sobald wir uns eingelebt haben.


Ganz schlimm war auch der Abschied von Mrs. S, Lehrerin in der 2. Klasse. Sie war immer froehlich, immer ein Lachen im Gesicht, rundherum toll. Auch hier bekamen wir die Emailadresse. Als wir uns dann unterhielten, erzaehlte ich, dass eine Freundin am Canada Day zu einem Grillfest kommen wuerde. Ihre Tochter war mit Dominik auch in der zweiten Klasse bei ihr und sie kannten sich privat, da in der gleichen Strasse wohnend. Wir haben dann ausgemacht, dass sie als Ueberraschung noch vorbeikommt.


Mrs. A., stellvertretende Schulleiterin und ESL-Beauftragte (also fuer Kinder mit englisch als zweiter Sprache). Auch sie wuenschte uns viel Glueck


Mr. P, Direktor der Schule und ein sehr netter, aber sich durchsetzender Mann. Er brachte Dominik nochmal zum lachen mit einigen Stories aus seiner Kindheit. Dazu erzaehlte er, dass er als Kind eines Soldaten auch haeufig umgezogen ist als Kind, es aber eben den Horizont ungemein erweitert und man so ueberall Freunde hat. Auch ihn werden wir vermissen.


Abschlussfoto im Eingangsbereich. Auf dem Wandbild sind die einzelnen Schulgebaeude ueber die letzten 130 Jahre dargestellt.


und am Parkplatz trafen wir dann nochmal auf Mrs. H, der zweiten Klassenlehrerin in der 5. Auch sie meinte, dass wenn wir wieder in der Naehe sind, sollen wir ruhig den Unterricht stoeren und reinkommen :-).


Wie man somit unschwer erkennen kann, war das ein wirklich harter Tag fuer Dominik, da die Realitaet nun einsetzte, dass wir wirklich umziehen. Uns als Eltern tat es auch sehr Leid, dass mitanzusehen, da wir es ja auch verursacht haben. Aber wir haben ihm auch erklaert, dass wir nun auch in Kanada immer noch Freunde haben, genauso wie in Deutschland. Und das neue dazu kommen, genauso wie neue Abenteuer vor uns liegen. Ob es falsch ist, weiss man spaeter, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

5/25/2016

Pfingst-Spaziergang

Am Pfingst-Sonntag haben sich einige Leute unserer deutschen Gruppe getroffen und wir haben einen Spaziergang im Surrey Bend Regional Park gemacht. Der wurde recht frisch eroeffnet, alles ist noch ganz neu und es gibt schoene Wege dort und man ist nah am Wasser.


Wir waren insgesamt 21 Leute, darunter 6 Kinder und hatten eine schoene Zeit. 

Ich hab die Gesichter mal unkenntlich gemacht :-)









Dominik hat sich einen Hund geliehen




Nach dem Spaziergang ging es dann ans futtern



die Kinder fehlen alle auf dem Bild


die waren naemlich auf dem Spielplatz beschaeftigt und wir Erwachsenen hatten bestimmt 3,5 h Ruhe. Wir hatten uns um 1.00 getroffen und die letzten von uns sind erst kurz nach 6 Uhr aufgebrochen, wir hatten eine sehr entspannte Zeit beim quatschen

Die Kinder waren ueber und ueber mit Sand voll


so sah die Badewanne aus spaeter


und das Bett und Zimmer mussten auch ausgesaugt werden, da dort gefuehlt der halbe Sandkasten lag nach dem ausziehen *lach*. Dominik hat es sehr gefallen.

Wir sind dann auf dem Rueckweg noch einmal am storage rangefahren, da wir ihn ja bis zum 19.05. leerbekommen muessen, Andreas aber Montag und Dienstag schon wieder zur Dienstreise musste. So haben wir dann am Mittwoch nur noch 2 oder 3 Autoladungen voll und dann steht wieder alles im Haus.

Susanne und Michael von unserer deutschen Gruppe haben uns ihr okay gegeben, dass wir den Trailer auf ihrer Einfahrt parken koennen, wenn unsere Umzugscontainer kommen. Dafuer ein dickes Danke, da es uns wieder etwas Stress nimmt.

5/20/2016

2 Paesse

Am 05. Mai konnten wir unsere kanadischen Paesse beantragen, da man offiziell 2 Tage ab Einschwoerung warten muss, bis die Daten aktualisiert sind. Prinzipiell kann man das auch auf der Post machen, aber da Andreas seinen im Expressverfahren brauchte (24h), mussten wir zu einem bestimmten Buero fahren. Dort war es GsD leer und wir hatten nur eine kurze Wartezeit. 

Zuerst geht man an einen Schalter, wo die Antraege und mitgebrachten Unterlagen auf Vollstaendigkeit geprueft werden. Fuer uns ungewohnt war, dass man bei Passantraegen einen "guarantor" und 2 "references" braucht. Also 3 Personen, die ihre Daten zur Verfuegung stellen um zu beschwoeren, dass wir tatsaechlich die Personen sind und sie uns auch mindestens 2 Jahre persoenlich kennen. Diese werden dann uebrigens auch telefonisch kontaktiert und ihnen Fragen gestellt, um die Angaben abzusichern. Auch eines der Passbilder muss vom guarantor unterschrieben werden, dass er damit bestaetigt, dass wir darauf abgebildet sind. Das nur mal am Rande :-).

Unsere Unterlagen waren alle okay, wir bekamen eine Wartenummer und warteten dann kurz, bevor wir aufgerufen wurden


Da Andreas den Pass im Expressverfahren brauchte, musste er noch eine Flugbuchung nachweisen. Das Expressverfahren kostete nochmal 110 Dollar extra, wird aber vom AG uebernommen. Andreas neuen Pass hatten wir dann schon am 06.Mai abholen koennen. Dominik und meiner sollte rund 2 Wochen dauern und per Post zu uns kommen. Aber auch das war dann schnell erledigt und wir hatten sie nach 6 Tagen (nicht vergessen, dazwischen war ein Wochenende), somit 4 business days ab Antrag. Der Pass von Andreas und mir ist nun fuer 10 Jahre gueltig, der von Dominik 5 Jahre.


nun sind wir drei also stolze Besitzer von 2 Paessen


Andreas hatte ja schon das Vergnuegen dank Dienstreisen auf den Zollerklaerungen bei Wiedereinreise nach Kanada die neue Staatsbuergerschaft dort einzutragen (was fuer uns nun Pflicht ist, da der kanadische Pass bei Einreise Pflicht ist, genauso wie der deutsche Pflicht ist, wenn wir in Deutschland einreisen)


Und mal ein kurzer Einblick in Packungsgroessen bei Costco: mein Grundnahrungsmittel zur Nervenberuhigung waehrend des Hausverkaufs - eine 1.58kg Packung M&M's peanuts.



5/18/2016

verkauft

Wie bereits erwaehnt, stand unser Haus zum Verkauf. Dienstags kam der Fotograf, Donnerstag Mittag erschien die offizielle Anzeige und dann ging es los. 

Die erste Besichtigung kam noch recht spontan fuer den gleichen Abend rein, Freitag hatten wir dann schon 8 Termine. Wir hatten damit kein Problem, da wir uns die Zeit ja mit Pass abholen und dem Mission Raceway vertrieben haben. 

Samstag und Sonntag war jeweils fuer 2h "open house", d.h. es ist ein Makler von der von uns beauftragten Makler-Firma in unserem Haus und die Leute koennen durchlaufen - alleine oder mit deren Makler -, Fragen stellen etc. Samstag kamen in den 2h 80 Familien, die Gruppen bestanden idR aus 2 bis 5 Personen. In unserer Strasse war wohl die Hoelle los, wie uns Nachbarn und auch die Maklerin berichteten. Sowas hatte sie auch noch nicht erlebt :-). Sonntag kamen nochmal 60 Familien, gleiches Spiel. Unser Makler war da und fuehrte ggf rum und stand fuer Fragen zur Verfuegung.

Montag gab es nochmal 8 Besichtigungen.

Dieses Prozedere mit dem open house ist hier normal, da es den Ablauf sehr vereinfacht. Einzelne Besichtigungen sind in der Regel fuer 30min geplant. Haetten wir nun Termine mit 140 Interessenten-Parteien machen muessen, kann sich jeder ausrechnen, wie lange wir quasi haetten "ausziehen" muessen. Gerade in Gegenden mit wenig Angebot und hoher Nachfrage macht das open house somit am meisten Sinn, da man in kuerzester Zeit eben viele Interessenten durchs Haus bekommt.

Dienstag (10.05.) gab es nochmal eine Besichtigung, allerdings war das jemand, der schon einmal hier war und vor Abgabe des Gebotes noch einmal durchgehen wollte. Die Frist fuer die Angebotsabgabe aller Interessenten war Dienstag um 16.00. Um 19.00 kam der Makler dann zu uns. 

Er hatte alle Angebote gesichtet und sortiert. Allerdings ist dazu zu sagen, dass nicht unebdingt das hoechste Gebot auch der "Gewinner" ist. Es werden verschiedene Kriterien beruecksichtigt:

1) Hoehe des Gebotes
2) steht die Finanzierung oder will der Kaeufer noch ein paar Tage Zeit, um mit seiner Bank alles klar zu machen
3) Hoehe der Anzahlung, die beim Makler hinterlegt wird (damit wird gezeigt, wie ernst einem der Kauf ist. Je hoeher das deposit umso besser, da man das Geld behalten darf, wenn der Kaeufer einen Rueckzieher macht)
4) andere Bedingungen, zB ob der Kaeufer noch eine House inspection mit einem Gutachter durchfuehren will

Unser Makler hatte die Angebote aufsteigend nach Hoehe sortiert und ob sie mit "subjects" (also evtl Fiannzierung nochmal pruefen lassen) waren oder ohne

Das erste Gebot war rund 10.000 CAD ueber dem gelisteten Preis, also viel zu niedrig. Insgesamt hatten wir 12 Gebote. Allerdings waren viele bei der Besichtigung schon so ehrlich und haben gesagt, dass sie kein Angebot abgeben werden, da es offesichtlich ist, dass unser Haus in Hoehen gehen wird, was sie sich nicht mehr leisten koennen.

Wir sind dann alle Angebote durchgegangen und als die Nummer kam, die wir uns so schon kaum vorstellen konnten vor 2 Monaten, musste ich erstmal kurz aufstehen und eine Runde laufen, um den Stress abzubauen. Denn nach der Zahl kamen noch 5 weitere Angebote. Als das Hoechstgebot kam, waren wir beide mehr als sprachlos. Der Makler kannte es ja schon, war aber auch genauso ueberrascht beim ersten lesen wie wir. Es war eine schwindelerregende Endsumme, dazu ohne jegliche Bedingungen. D.h. seine Finanzierung steht und er moechte auch keine house inspection durchfuehren. Dazu war die Sicherheitssumme auch extrem hoch im Vergleich zu allen anderen Geboten. Wir haben mit Abstand alle Rekorde der Nachbarschaft gebrochen, bezogen auf unser Hausart/Groesse und Grundstuecksgroesse, Der Hoechstbietende war uebrigens der Interessent, der Dienstag nachmittags noch einmal zur 2. Besichtigung hier war :-). Und das Haus war keine 5 Tage auf dem Markt!

Was soll ich sagen, die Zahl trieb mir dann ein paar Traenen in die Augen, da wir davon noch nichtmal getraeumt haben und weil es all die Zeit, das Geld, die Nerven, die Liebe zum Detail etc, die wir ins das Haus gesteckt haben, mehr als wett macht und uns grosszuegig "entschaedigt". Wir bekamen allgemein viele Komplimente zu unserem Haus, zur Moeblierung usw. Viele waren ueberrascht, dass es unsere eigenen Moebel sind und nicht von einem "stager" geliefert. Wie auch immer, wir waren/sind sehr stolz auf das, was wir hier in den letzten Jahren geleistet haben. Der Makler meinte noch zu Andreas, als er ihn rausgebracht hat, dass ich mir ueberlegen solle, eine Makler-Lizenz zu beantragen, da das Haus perfekt hergerichtet war fuer die showings und er auch gesehen/gehoert hat, wie ich mit Interessenten geredet habe (nach offziellem Ende des open houses, kamen ja doch immer noch ein oder zwei Familien rein). Das war natuerlich nochmal ein schoenes Kompliment.

Der letzte Schritt war dann noch, dass die potentiellen Kaeufer am Mittwoch den Scheck ueber die Sicherheitsleistung zum Makler bringen mussten. Solange haette das Geschaeft noch platzen koennen und wir beide waren sehr nervoes. Gegen 15.00 hab ich es nicht mehr ausgehalten und hab unserem Makler eine Nachricht geschrieben, ob er schon was gehoert hat. Er meinte, er wuerde ihn innerhalb der naechsten Stunde erhalten und er meldet sich dann - genau das tat er dann auch. Er kam dann noch kurz vorbei und hat den Aufkleber noch auf das Schild geklebt :-)


Und seitdem laufen wir mit einem duemmlichen Grinsen durch die Gegend, da es fuer uns soviel mehr Wuensche greifbar macht.

Mit dem Geld, was nach Abloesung unseres Darlehens Ende Juni uebrig ist, haetten wir unser Haus vor 3 Jahren bar zahlen koennen und immer noch was uebrig gehabt. Heute koennten wir unser eigenes Haus nicht mehr kaufen ... Es ist Wahnsinn, was in unserem Viertel los ist.

Am 30.06. ist die offizielle Uebergabe an die neuen Besitzer, was uns noch ein wenig ueber 6 Wochen in "unserem" Haus laesst. In der Zeit ist noch viel zu erledigen, es wird somit auch weiterhin nicht entspannter oder langweilig.

Achso, und wer immer noch dem Irrglauben unterliegt, Kanadier waeren ja so tolerant blablabla: die erste Frage von Nachbarn nach dem Verkauf war nicht, fuer wieviel das Haus weggegangen ist, sondern welche Hautfarbe die Kaeufer haben. Zur Besichtigung waren rund 80% Inder, 10% Chinesen und 10% Kaukasier. Unser Makler meinte, in spaetestens 3 Jahren ist auch alles hier dann indisch dominiert. "Unser" Haus zumindest aber erstmal nicht... Wobei auch zu erwaehnen ist, dass nicht die Kaukasier alleine Wert drauf legen, von wem sie umgeben sind. Chinesen moegen Inder nicht, Inder moegen Chinesen nicht, Inder moegen Inder aus anderen Teilen Indiens/Inder anderer Religion/ Inder anderer Kasten nicht. Das erzaehlen auch Andreas' indische Koellegen frei heraus.

5/04/2016

We are Canadians

oder auf Deutsch: Wir sind Kanadier :-), und zwar seit dem 03.05.2016. 

Unser Termin fuer die Einschwoerung war am 03.05. um 8.00, bzw war das die Zeit, in der man sich einfinden musste. Wir hatten nur eine kurze Nacht, da wir abends noch alles im Haus herrichten mussten, da ungefaehr zur gleichen Zeit bei uns zu Hause der Fotograf fuer die Hausfotos aufschlagen wuerde. Das aber in einem anderen Bericht!

Um 5.30 Uhr hiess es aufstehen und gegen 6.30 Uhr sind wir losgefahren. Bis zur Innenstadt sind es von uns aus rund 45 min und wir hatten noch etwas Puffer eingebaut, da man 1) nie weiss, ob es irgendwo einen Unfall oder sonstwas gibt und 2) wollten wir vorher noch kurz zu Starbucks, was fruehstuecken. Wir waren dann gegen 7.45 vor dem Gebaeude und es war schon eine lange Schlange.


Die Fahrstuehle koennen erst um 8.00 betreten werden bzw funktionieren sie vorher nicht. Als wir oben ankamen, wurden alle erstmal in den Raum geschickt, in dem wir nach dem Test auch die Interviews hatten. Es wurden noch einmal verschiedene Unterlagen geprueft und wir mussten uns dann von unseren PR-Karten verabschieden. Ich hatte noch versucht, den Officer zu ueberreden, einfach eine Ecke abzuschneiden und sie ungueltig zu machen, aber er meinte, das ginge nicht, da die Rueckgabe nochmal ueberpreuft wird, bevor sie zerstoert werden. Aber er bot mir an, ein letztes Foto zu machen, das hab ich dann angenommen. Es haengen immerhin eine Menge Erinnerungen daran :-)


Wir bekamen dann unsere Platznummern fuer den Zeremonie-Raum (in dem wir auch den Test geschrieben haben) und sind dann zu unseren Plaetzen gegangen. Insgesamt gab es 60 Plaetze fuer diejenigen, die heute den Schwur ablegen wuerden und dann noch diverse Plaetze fuer diejenigen, die Gaeste dabei hatten. Auf jedem Stuhl lag eine Fahne, ein Kanada-Pin zum anstecken und eine Huelle, die nochmal einen Zettel mit dem Schwur und der Hymne auf englisch und Franzoesisch enthielten.






Um 8.30 kam die Assistentin des Richters hinein und erzaehlte kurz ein paar Formalitaeten zum Ablauf. Anschliessend mussten wir alle aufstehen, der Richter kam und wir wurden begruesst, dann durften wir uns wieder setzen.



Der Richter hielt dann eine Rede fuer einige Minuten und dann war es soweit. Alle mussten aufstehen, die rechte Hand heben und wir haben die Treue auf die Queen geschworen. Das mussten wir sowohl in Englisch als auch auf Franzoesisch machen und es liefen auf beiden Seiten Helfer entlang, um zu pruefen, ob man tatsaechlich mitspricht.

Der oath lautet wir folgt auf englisch

I swear (or affirm)
That I will be faithful
And bear true allegiance
To Her Majesty Queen Elizabeth the Second
Queen of Canada
Her Heirs and Successors
And that I will faithfully observe
The laws of Canada
And fulfil my duties as a Canadian citizen.

anschliessend durften wir uns wieder setzen und wir waren in diesem Moment dann offiziell kanadische Staatsbuerger. Danach wurde in der Sitzreihenfolge in der hintersten Reihe begonnen, die Urkunden auszuteilen. Wir mussten in der Sitzreihenfolge nach vorn an einen Tisch und ein Dokument unterschreiben, dann ging man zu dem Richter, der einem gratulierte und die Urkunde ueberreichte.



Als alle ihre Urkunden hatten, standen wir dann noch einmal auf und es wurde gemeinsam die Nationalhymne gesungen auf englisch, das war dann schon recht emotional, da es nun das erste Mal als Staatsbuerger war.

Oh Canada

O Canada! Our home and native land! 
True patriot love in all thy sons command. 
With glowing hearts we see thee rise, 
The True North strong and free! 
From far and wide, O Canada, 
We stand on guard for thee. 
God keep our land glorious and free! 
O Canada, we stand on guard for thee. 
O Canada, we stand on guard for thee.

und mit Melodie


Dann haben sich die Neu-Kanadier gegenseitig gratuliert und die Zeremonie war beendet. Anschliessend konnte man sich noch kurz mit dem Richter fotografieren lassen, wobei sich alle gegenseitig halfen, die keine Gaeste dabei hatten :-).


Bei der Zeremonie wurden 56 Leute aus 19 Laendern eingeschworen.

Da das Immigrationsgebaeude nur knapp 5 Minuten Gehweg von Andreas Buero weg war, hatten wir dort geparkt. Nach der Zeremonie waren wir dann alle im Buero und seine Kollegen haben uns gratuliert. Andreas hat dann noch rund 1,5h gearbeitet, da er ein paar Gespraeche fuehren musste, waehrend Dominik und ich es uns im Pausenraum gemuetlich machten. Andreas hat mir dann auch noch schnell den Raum gezeigt, wo Tischtennisplatte, Tischfussball, Billiard etc stehen und es gibt wohl auch noch einen Raum mit Spielkonsolen :-).



Auf dem Rueckweg haben wir noch am Outlet angehalten, welches letztes Jahr am Flughafen eroeffnete. Wir waren wenig beeindruckt und schnell wieder weg.



hier sieht man, wie tief die Flugzeuge dort schon sind


unser groesster Schatz neben den Deutschen Beibehaltungsgenehmigungen: Unsere Staatsbuergerschafts-Urkunden fuer Kanada


mit den Urkunden kann man sich dann auf einer website registrieren und bekommt einen Cultural Pass. Dieser ist ein Jahr gueltig und gilt fuer freien Eintritt in die Nationalparks und viele Museen etc :-). Leider haben wir keine Zeit mehr, das Bahnticket zu nutzen, denn mit dem Pass bekommt man 50% Rabatt auf die ViaRail :-(.


Als wir nach Hause kamen, stand dann auch das "zu verkaufen" Schild auf dem Rasen. Andreas und ich waren einfach nur noch platt, da die letzten Wochen sehr anstrengend waren und waehrend Dominik sich eine Stunde auf dem ipad vergnuegte, sind wir auf dem Sofa erstmal eingeschlafen am Nachmittag.

Somit haben wir es nun geschafft und haben die beiden besten Staatsbuergerschaften der Welt :-).